Andorra — Ein Land inmitten der Pyrenäen

Escaldes-Esgordany vom Kleinort Engolasters gesehen. © Ferran Porta

Nachdem ich Diari de Berlín veröffentlicht habe, arbeite ich gerade an ein neues Buch. „Andorra — Ein Land inmitten der Pyrenäen“ schreibe ich auf Deutsch, denn es ist für Gernleser aus dem deutschsprachigen Raum gedacht. Obwohl ich keinerlei familiäre Verbindung zu Deutschland, Österreich oder der Schweiz habe, fühlte ich mich seit ewig der deutschen Sprache und Kultur nah. Und erst recht, nachdem ich mich 2007 in Berlin als freier Journalist und Touristiker niedergelassen habe.

Was Andorra betrifft, das sowohl kulturell als auch geograpisch benachbarte Land meiner Heimatregion Katalonien, für mich war das Land immer ein zweites Zuhause. Meine Großeltern väterlicherseits wohnten in Andorra, Ausflüge und Aufenthalte dorthin haben seit meiner Kindheit zum Alltag gehört.

Die vier w-Fragen zu Andorra

Das Buch bildet eine Tour durch dieses wunderschöne kleine Land, das auf halbem Weg zwischen Barcelona und Toulouse, den wilden Gewässern des Mittelmeeres und dem Aran-Tal liegt. Es beschäftigt sich mit Geschichte, Kultur und Tourismus. Damit antwortet es alle mögliche Fragen, die die Reisende sich vor ihrer Ankunft stellen könnten.

Alle drei Achsen sind miteinander stark verbuden, alle drei schildern das Andorra des 21. Jahrhunderts. Der Startpunkt blickt über 1.000 Jahre zurück, bis zu den Zeiten von Karl dem Großen. Der „Vater Europas“ ist auch der Begründer von Andorra — zumindest der Legende nach. Die andorranische Hymne ist der historischen Figur gewidmet.

Abgesehen davon, welche Rolle der große Herrscher in der andorranischen Geschichte spielte, ist allein sein Existenz als unabhängige politische Einheit bemerkenswert. Das Land liegt zwischen zwei große Staaten, hat nichtsdestotrotz es geschafft, durch die Jahrhunderte unbeschadet zu bleiben. Heutzutage ist Andorra ein äußerts attraktives Land mit einem Kultur- und Naturerbe ersten Ranges. Die atemberaubende romanische und vorromanische Architektur, die Gastronomie und die Landschaft bestimmen das Land. Es ist wirklich ein Vergnügen, Andorra zu erkunden!

Danksagung an Faberllull

An dieser Stelle möchte ich mich für die geschätzte Unterstützung während des Dokumentationsprozesses bei Faberllull bedanken. Das vom Institut Ramon Llull und der andorranischen Regierung betriebenen Wohnheimnetz stellt Künstlern aus aller Welt eine Unterkunft zur Verfügung. Damit können sie sich auf sein Werk konzentrieren — in meinem Fall war das doppelt so wertvoll, denn Andorra war mein Werk. Vielen Dank!

„Andorra — Ein Land inmitten der Pyrenäen“ wird voraussichtlich Ende 2021 veröffentlicht.